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Technik Museum Speyer – Mein Geburtstagsausflug mit meinem Sohn

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Technik Museum Speyer – Mein Geburtstagsausflug mit meinem Sohn

Geschrieben von Marco Griep

Manchmal sind es gar nicht die materialistischen Geschenke, die einen Geburtstag besonders machen, sondern gemeinsame Erlebnisse. Genau deshalb habe ich mir in diesem Jahr etwas gewünscht, das ich schon lange auf meiner Liste hatte: einen Besuch im Technikmuseum in Speyer. Und weil solche Abenteuer noch schöner sind, wenn man sie teilt, habe ich meinen Sohn mitgenommen. Geburtstagskinder (auch Erwachsene) bekommen den Eintritt sogar kostenlos – das war natürlich ein zusätzlicher Anreiz. So stand also ein ganzer Tag voller Technik, Geschichte und Staunen auf dem Programm. Von riesigen Flugzeugen über ein echtes Space Shuttle bis hin zu einem begehbaren U-Boot – das Technikmuseum Speyer hat wirklich einiges zu bieten. Lediglich mein Sohn hat Eintritt bezahlt, aber das war es definitiv wert. Er war von Anfang an begeistert und konnte es kaum erwarten, die verschiedenen Exponate zu erkunden.

Als krönenden Abschluss haben wir uns noch eine beeindruckende IMAX-Dokumentation über Korallenriffe in der Karibik angesehen.

Die Ankunft – Vorfreude auf einen besonderen Tag

Schon bei der Anfahrt nach Speyer war mein Sohn ziemlich aufgeregt. Wir sind zwar recht häufig in Speyer, aber das Technikmuseum hatte er bisher nur von außen gesehen. Das Technikmuseum ist nicht irgendein Museum – es ist eines der größten Technikmuseen Europas. Schon vom Parkplatz aus sieht man die ersten gigantischen Exponate. Flugzeuge, die auf Stelzen stehen, eine Boeing auf dem Dach eines Gebäudes und sogar ein Space Shuttle.

Schon allein wenn man zum ersten Mal auf das Gelände kommt, fühlt man sich wie in einer anderen Welt.

Vorplatz in 360°

Die Boeing 747 – Ein Flugzeug, in das man hineinklettern kann

Boing 747 auf dem Dach des Technikmuseums Speyer

Eines der ersten Highlights, das uns sofort ins Auge fiel, war die beeindruckende Boeing 747, die auf dem Museumsdach thront. Das Besondere daran: Man kann tatsächlich hinein!

Über eine Außentreppe geht es hinauf in das Flugzeug. Schon der Weg nach oben fühlt sich ein bisschen wie das Boarding an. Im Innen bekommt man einen spannenden Eindruck davon, wie riesig so ein Flugzeug wirklich ist.

Mein Sohn lief durch die Kabine und versuchte sich vorzustellen, wie hier einmal hunderte Passagiere saßen. Das absolute Highlight ist jedoch der Ausgang über eine Rutsche aus dem Flugzeugrumpf – fast wie eine Notrutsche, nur als Besuchererlebnis. Wir entschieden uns aber für die Treppe.

Boing in 360°


Das Space Shuttle Buran – Raumfahrt zum Anfassen

Space Shuttle Buran

Eines der spektakulärsten Exponate im gesamten Museum ist zweifellos das Space Shuttle Buran. Dabei handelt es sich um ein sowjetisches Space Shuttle, das ursprünglich als Gegenstück zum amerikanischen Shuttle-Programm entwickelt wurde. Als wir davor standen, wurde mir erst bewusst, wie gigantisch diese Raumfähre eigentlich ist. Fotos können diese Dimension kaum vermitteln.

Das Buran-Programm hatte nur einen einzigen unbemannten Testflug, aber das Shuttle selbst ist ein echtes Stück Raumfahrtgeschichte. Man kann über eine Brücke um das Shuttle herumgehen und sogar hineinsehen. Für alle, die sich für Raumfahrt interessieren, ist das ein absolutes Muss. Auch interessant waren die vielen Informationen über die Astronauten und das alle Unterschriften der Crew-Mitglieder auf den Informationstafeln zu sehen waren.


Das begehbare U-Boot – Enge unter Wasser

U-Boot im Technikmuseum Speyer

Ein weiteres Highlight war das echte U-Boot U9, das im Außenbereich des Museums steht. Und ja – auch hier kann man hineingehen. Schon der Einstieg durch die kleine Luke macht klar, wie eng es auf einem U-Boot zugeht. Drinnen wird einem schnell bewusst, wie wenig Platz die Besatzung tatsächlich hatte. Mein Sohn blieb an jeder Station stehen und stellte Fragen:

  • Wo schlafen die Matrosen?
  • Wie wird hier gekocht?
  • Und was passiert, wenn etwas kaputt geht?

Ich muss zugeben: Auch für mich war das extrem faszinierend. Lange wollte ich mich nicht darin aufhalten, durch die vielen Leute im Inneren des U-Boots war es manchmal schwierig, sich zu bewegen. Nichts für Menschen mit Platzangst. Aber es war definitiv ein Erlebnis Man läuft durch enge Gänge, vorbei an Torpedos, Kontrollstationen und Schlafkojen. Es fühlt sich fast so an, als wäre die Crew nur kurz an Deck gegangen. Definitiv ein Anblick den man nicht jeden Tag hat.

U-Boot von innen 360° Ansicht

Die riesige Antonov AN-22 – Ein Gigant der Lüfte

Wenn man durch das Außengelände läuft, fällt ein Flugzeug sofort besonders auf: die Antonov AN-22. Dieses Flugzeug ist ein absoluter Koloss. Mit seiner enormen Spannweite gehört es zu den größten Propellerflugzeugen der Welt. Allein die Propeller sind riesig, und die Höhe des Flugzeugs sorgt dafür, dass man sich darunter ziemlich klein fühlt.


Oldtimer, Motorräder, Feuerwehrfahrzeuge, Lokomotiven und Technik aus allen Bereichen

Neben Flugzeugen und Raumfahrt bietet das Museum auch eine riesige Sammlung historischer Fahrzeuge. Besonders beeindruckt haben uns die vielen klassischen Automobile verschiedener Epochen. Von frühen Fahrzeugen aus den Anfängen der Automobilgeschichte bis hin zu eleganten Luxuswagen und schnellen Sportwagen ist alles vertreten. Mein Sohn fand besonders die alten Rennwagen spannend. Ich dagegen blieb immer wieder bei den eleganten Oldtimern stehen und stellte mir vor, wie es gewesen sein muss, mit diesen Autos früher über Landstraßen zu fahren. Die Sammlung reicht von frühen Automobilen bis hin zu modernen Supersportwagen.

Was das Technikmuseum besonders macht, ist seine unglaubliche Vielfalt. Neben Flugzeugen und Autos gibt es auch:

  • historische Dampflokomotiven
  • riesige Feuerwehrfahrzeuge
  • militärische Technik
  • klassische Motorräder
  • große Industrieanlagen

Man merkt schnell: Hier wurde Technikgeschichte aus nahezu allen Bereichen gesammelt. Für meinen Sohn war es besonders spannend, dass viele Dinge nicht nur hinter Glas stehen. Man kann vieles aus nächster Nähe betrachten – manchmal sogar betreten. Das macht das Museum unglaublich lebendig.


Das IMAX-Erlebnis – Riffe der Karibik

Nach mehreren Stunden im Museum waren unsere Köpfe voller Eindrücke. Trotzdem hatten wir noch ein Highlight vor uns. Direkt auf dem Gelände befindet sich das beeindruckende IMAX-Kino. Wir entschieden uns für eine Vorstellung über Korallenriffe in der Karibik. Und ich muss sagen: Das war die perfekte Ergänzung zu unserem Techniktag. Die riesige Kuppel-Leinwand sorgt dafür, dass man komplett in den Film eintaucht.


Als wir am späten Nachmittag wieder zum Auto gingen, waren wir beide ziemlich erschöpft – aber im besten Sinne. Der Besuch im Technikmuseum Speyer war genau das Geburtstagsgeschenk, das ich mir gewünscht hatte. Nicht wegen der Technik allein. Sondern wegen der gemeinsamen Zeit.

Wir haben zusammen Flugzeuge erkundet, uns durch ein U-Boot gezwängt, ein Space Shuttle bestaunt und sind zum Abschluss noch virtuell durch ein Korallenriff getaucht. Für meinen Sohn war es ein Abenteuer. Für mich war es ein perfekter Geburtstag. Wenn ihr also auf der Suche nach einem besonderen Erlebnis seid, das Technik, Geschichte und Spaß vereint, kann ich einen Besuch im Technikmuseum Speyer nur wärmstens empfehlen. Auch in Sinsheim gibt es ein Technikmuseum, das ebenfalls einen Besuch wert ist. Aber Speyer hat einfach diesen besonderen Charme, der einen ganzen Tag voller Entdeckungen verspricht.