Marco Griep (CC BY-NC-ND)Geschrieben von Marco Griep
Trekkingplätze in Rheinland-Pfalz: Legal draußen übernachten im Pfälzerwald
Die Trekkingplätze in Rheinland-Pfalz werden jedes Jahr beliebter. Die innere Ruhe finden und der Natur wieder näher kommen, das ist vor allem jungen Menschen wichtiger geworden. Auffällig häufig sind Väter mit ihren Kindern unterwegs. Auf den Trekkingplätzen ist das Übernachten im Biosphärenreservat Pfälzer Wald im eigenen Zelt ganz offiziell erlaubt. Und man muss sich gar nicht weit von den bekannten Wegen entfernen, um das Gefühl zu haben, allein im Wald zu sein. Auch Reisende und erfahrene Globetrotter die schon auf der ganzen Welt unterwegs waren können sich bei einem Micro-Adventure im Pfälzer Waldes erfreuen. Denn um Abenteuer in der freien Natur zu erleben, muss man nicht in ferne Länder reisen, Wildnis und Abgeschiedenheit finden Sie auch im Pfälzerwald - Klar, wir reden hier nicht von Wildnis und Abgeschiedenheit wie in Norwegen, Island oder Kanada - Aber für ein Micro-Adventure sind die Trekkingcamps mehr als ausreichend. Zivilisationsgeräusche wie Flieger oder auch mal Krankenwagen kann man schonmal im Pfälzerwald hören. Ein großer Vorteil von erschlossenen Gebieten: In den Orten gibt es viele verschiedene Einkehrmöglichkeiten, Hütten des Pfälzer Waldvereins und der Naturfreunde sind in der Regel an Wochenenden und Feiertagen (teilweise auch mittwochs) geöffnet und sehr günstig. Ihr braucht also nicht Zwangsläufig Essen für den ganzen Tag mitzubringen, sondern lediglich für das Essen am offenen Feuer (das übrigens bei Waldbrandgefahr verboten ist). Ebenso gilt: Kein Essen herumliegen lassen.
Kurzfazit: Die Trekkingplätze in Rheinland-Pfalz sind für mich die beste legale Alternative zum Wildcampen im Pfälzerwald. Du bekommst keine Campingplatz-Komfortzone, sondern eine einfache, echte Nacht im Wald: Zelt, Feuerstelle nur bei erlaubter Lage, Komposttoilette und ansonsten viel Ruhe. Wer früh bucht, Regeln respektiert und mit einfachem Setup unterwegs ist, bekommt hier ein kleines Abenteuer direkt vor der Haustür.
Die Geschichte der Trekkingplätze Rheinland-Pfalz
Seit 2009 gibt es sieben Trekkingplätze zwischen Burgruine Guttenberg im Süden und Kalmit im Norden - wegen der starken Auslastung hat sich der Anbieter Südliche Weinstrasse e.V aber 2019 entschieden, dort nur jeweils 4 Zelte zuzulassen. Seit April 2013 gibt es weitere sechs Plätze im Donnersberger und Lauterer Land und seit der Saison 2018 gibt es den 14. Zeltplatz in der Gemeinde Lambrecht. Seit Ende März 2019 rundet nun Platz Nummer 15 bei Hauenstein im Landkreis Südwestpfalz das Angebot ab. Mittlerweile insgesamt 15 Naturcamps locken immer mehr Trekkingfans in den Pfälzerwald und in die Südwestpfalz. Die Plätze können immer von 31. März bis 01. November genutzt werden. In Zeiten von Corona müssen leider auch die Camps schließen da Sie als Campingplätze gelten.
Regeln in den Trekkingcamps
Das wichtigste Vorweg: Die Trekkingplätze sind keine Campingplätze. Wer sanitäre Anlagen und Strom möchte, sollte sich lieber einen offiziellen Campingplatz suchen. Die Camps sind lediglich erlaubte Übernachtungsmöglichkeiten im Wald - nicht mehr, nicht weniger. Alles, was im Camp vorhanden ist, dient zum Erhalt der Natur. So gibt es neben einer offiziellen Feuerstelle (Es darf auch ausschließlich an dieser Feuerstelle Feuer gemacht werden), eine Komposttoilette. Auf jedem Platz sind insgesamt 4 Plätze zum übernachten vorhanden. Wichtig dabei ist, das man maximal eine Nacht übernachten darf und das auch nur auf dem Trekkingplatz Gelände. Der Müll muss wieder mitgenommen werden (es gibt keine Mülleimer) und Feuer darf nur gemacht werden, wenn keine Waldbrandgefahr besteht.
Meine Erfahrungen
Seit der Eröffnung war ich unzählige Male in den Trekkingcamps. Damals konnte ich die Camps noch spontan buchen und besuchen. Mittlerweile muss man schon sehr früh die Plätze reservieren, selbst unter der Woche sind oft die Plätze ausgebucht. Wenn Ihr also vorhabt eine Tour zu machen, plant diese frühzeitig, besonders wenn Ihr mehrere Plätze nacheinander anlaufen möchtet. Wer eine Alternative zu den Trekkingcamps Pfalz Sucht kann sich auch mal die Trekking-Camps im Schwarzwald ansehen.
Was ich an den Plätzen bis heute mag: Der Aufwand bleibt überschaubar, aber das Gefühl ist trotzdem ein anderes als auf einem normalen Campingplatz. Sobald das Zelt steht, das Essen vorbereitet ist und der Wald langsam dunkler wird, hat man genau diesen kleinen Abstand vom Alltag, wegen dem man überhaupt rausgeht. Gleichzeitig merkt man aber auch: Die Plätze funktionieren nur, wenn Besucher ihren Müll mitnehmen, Feuerregeln ernst nehmen und nicht versuchen, aus einem Naturcamp einen Partyplatz zu machen.
Tipps für Landschaftsfotografen
Viele der Trekking-Camps sind in der Regel etwas höher gelegen. Besonders im Camp Eußertal lohnt es sich im Camp zu übernachten und noch vor dem Sonnenaufgang zum Beutelsberg zu laufen (ca. 15 Gehminuten). Zur richtigen Jahreszeit und zum richtigen Wetter werdet Ihr mit einer tollen Aussicht belohnt:


Die schönsten Trekkingcamps Rheinland-Pfalz
Meiner Meinung nach sind die schönsten Trekkingcamps in der Pfalz, der Platz an der Kalmit (aktuell leider sehr oft ausgebucht) und das Trekkingcamp in Eußertal.
Trekkingplatz Edenkoben - Kalmit
Von Heidelbeersträuchern umgeben liegt man ruhig gelegen an seinem Lagerplatz. Die Liegeplätze liegen etwas weiter voneinander weg, sodass man seine Privatsphäre hat. Es gibt genügend Bäume um auch eine Hängematte aufzuspannen. Auch Tarp Liebhaber kommen auf Ihre Kosten. So liegen hier viele große Steine, mit denen man sich einen Windschutz aufstellen kann, um sich noch besser vor der Witterung zu schützen. Wenn man den Abhang hinter schaut, man wie die Sonne langsam untergeht und die letzten Sonnenstrahlen über die Heidelbeersträucher zaubert. Einfach herrlich gelegen dieser Platz. Wer nicht weit laufen möchte oder kann, kann vom Kalmit Parkplatz aus das Camp in 5 - 10 Gehminuten aus erreichen. Trinkwasser-Quellen sind hier keine in unmittelbarer Umgebung.

Trekkingcamp Eußertal
Eußertal zählt definitiv zu den von mir am meisten besuchten Camps. Der Aufstieg ist knackig, jedoch ist man in 30 - 40 Minuten am Camp, so kann man auch noch Feierabend direkt zum Trekking-Camp fahren und dort noch alles in Ruhe aufbauen bevor die Sonne untergeht. Alternativ läuft man vom Trekking-Camp Annweiler hier her. Das Tolle an diesem Camp ist natürlich die Lage. Sehr ruhig und mit extrem wenig Waldbesuchern hat man hier seine Ruhe. Wer früh aufsteht, kann den Sonnenaufgang am Beutelsberg bewundern. (Siehe Tipps für Fotografen). Trinkwasser gibt es in 15 - 20 Minuten einfacher Gehweg Entfernung.
Wo kann ich ein Trekkingcamp buchen?
Alle Trekkingcamps lassen sich auf der offiziellen Website von trekkingpfalz.de buchen. Eine detaillierte Wegbeschreibung nebst Karte und GPS-Koordinaten erhält man nach der Bezahlung.
Die Übernachtung auf den Naturzeltplätzen kostet unterdessen 15 € für ein Zelt (ein bis drei Personen). Beim Wunsch der alleinigen Verwendung muss der vollständige Platz gebucht werden. Große Schulklassen haben die Gelegenheit, auf dem Biosphärenerlebniscamp Geiswiese zu übernachten. Eine Voranmeldung ist hierzu natürlich notwendig.
Mein Tipp für die Planung: Such dir zuerst den gewünschten Platz und danach die Tour. Gerade Kalmit und Eußertal sind beliebt. Wenn du mit Kindern, wenig Erfahrung oder schwerem Gepäck unterwegs bist, ist ein kurzer Zustieg oft mehr wert als eine lange, ambitionierte Strecke. Lieber entspannt ankommen, sauber aufbauen und den Abend genießen, als im Dunkeln genervt nach der Plattform suchen.
Wenn du tiefer in die Planung einsteigen möchtest, passen dazu mein Überblick zum Wildcampen in Deutschland, meine Pack- und Gewichtstipps zum Ultraleichtwandern für Anfänger und der Erfahrungsbericht vom Micro-Adventure im Trekkingplatz Eußerthal.
Persoenliche Einordnung und Praxisnotizen
Bei einem Wissensthema wie Trekkingplätze in Rheinland-Pfalz: Legal draußen übernachten im Pfälzerwald' ist mir wichtig, dass es nicht bei allgemeinen Tipps stehen bleibt. Draussen entscheidet selten die perfekte Theorie, sondern die einfache Frage: Was mache ich konkret, wenn ich muede bin, das Wetter kippt oder die Situation anders aussieht als geplant? Genau dort beginnt fuer mich der praktische Wert eines Artikels.
Bei 'Trekkingplätze in Rheinland-Pfalz: Legal draußen übernachten im Pfälzerwald' ' ist mir wichtig, dass der Artikel nicht nur eine Suchanfrage beantwortet, sondern eine echte Entscheidung leichter macht: Was nehme ich mit, worauf achte ich vor Ort, und was wuerde ich beim naechsten Mal anders machen?
Meine persoenliche Herangehensweise ist eher vorsichtig: Ich probiere Dinge zuerst im kleinen Rahmen aus, bevor ich mich unterwegs darauf verlasse. Das gilt fuer Zunder, Wasser, Navigation, Messer, Barfussschuhe oder nachhaltige Ausruestung genauso wie fuer Training und Gesundheit. Wer im Garten, auf einer kurzen Runde oder bei gutem Wetter uebt, macht die Fehler dort, wo sie noch keine grosse Rolle spielen.
Als Praxischeck hilft mir eine einfache Liste: Was ist das groesste Risiko? Welche Ausruestung brauche ich wirklich? Welche Alternative habe ich, wenn der Plan nicht funktioniert? Und woran merke ich, dass ich abbrechen oder umdenken sollte? Diese Fragen klingen trocken, machen Outdoor aber entspannter. Sie verhindern, dass aus einem kleinen Problem eine lange Geschichte wird.
Gerade in Rheinland-Pfalz gibt es viele Moeglichkeiten, Wissen ohne grosses Drama zu testen: kurze Waldwege im Pfalzerwald, offene Weinbergswege, Trekkingplaetze, Familienrunden oder bekannte Premiumwege. Ich wuerde neue Techniken nie direkt auf der schwierigsten Tour ausprobieren. Besser ist ein ueberschaubarer Rahmen, in dem man beobachten, vergleichen und danach ehrlich bewerten kann.
Mein Fazit zu Trekkingplätze in Rheinland-Pfalz: Legal draußen übernachten im Pfälzerwald' : Nimm die Tipps als Werkzeugkasten, nicht als starre Anleitung. Was fuer mich funktioniert, muss zu deinem Koerper, deiner Erfahrung, deinem Sicherheitsbeduerfnis und deiner Region passen. Wenn du nach der Lektuere eine Sache bewusster planst oder einen Fehler vermeidest, hat der Artikel seinen Zweck erfuellt.
Wenn du tiefer einsteigen willst, passen dazu auch Wildcampen in Deutschland, Trekking-Camps in Rheinland-Pfalz und Ultraleichtwandern fuer Anfaenger.