
Geschrieben von Marco Griep
Ultraleicht & Vielseitig: Erfahrungen mit dem Six Moon Designs Gatewood Cape
Beim Ultralight-Trekking gibt es viele clevere Möglichkeiten, Gewicht zu sparen – oft bis ins Absurde: Zahnbürsten werden halbiert, Etiketten aus Kleidung geschnitten. Für mich geht das einen Schritt zu weit. Statt radikalem Minimalismus finde ich den Multiuse-Ansatz deutlich überzeugender – also Ausrüstung, die mehrere Funktionen gleichzeitig erfüllt. Genau hier setzt das Gatewood Cape von Six Moon Designs an: Es vereint Regenponcho, Tarp und minimalistisches Zelt in einem einzigen, ultraleichten Produkt. In diesem Beitrag teile ich meine persönlichen Erfahrungen mit dem Gatewood Cape, beleuchte Stärken und Schwächen und beantworte die entscheidende Frage: Für wen lohnt sich dieses Gear wirklich?
Kaufnachweis
Ich habe das Gatewood Cape selbst gekauft und es handelt sich dabei nicht um ein Sponsoring. Leider kann ich keinen Kaufnachweis hier posten. Gekauft hatte ich den Poncho im Trekking-Lite-Store (https://trekking-lite-store.com). Leider gibts die Website nicht mehr, dementsprechend komm ich auch nicht an den Kaufnachweis ran.
Was ist das Gatewood Cape?
Das Gatewood Cape ist eine multifunktionale Shelter-Lösung mit einem cleveren Design. Es handelt sich um ein Poncho-Tarp, das sowohl als Regenschutz beim Wandern als auch als 1-Personen-Tarp-Zelt für die Nacht genutzt werden kann. Mit einem Gewicht von nur etwa 310 g (11 oz) ist es ideal für Minimalisten und Ultralight-Enthusiasten.
🔧 Technische Daten (Stand 2024):
- Gewicht: ca. 310 g (ohne Heringe und Stangen)
- Material: 15D Silnylon (optionales Modell in DCF erhältlich)
- Packmaß: sehr kompakt, passt in jede Seitentasche
- Aufbau: 1 Trekkingstock (nicht enthalten) + 6 Heringe
- Wasserfestigkeit: Silikonbeschichtetes Nylon mit guter Wassersäule
- Belüftung: Hochgezogene Rückseite und Belüftungsöffnung an der Spitze
Aufbau & Handhabung
Der Aufbau des Gatewood Cape ist erstaunlich einfach, sobald man das System verstanden hat. Mit nur einem Trekkingstock und sechs Abspannpunkten steht das Tarp innerhalb weniger Minuten. Die asymmetrische Form bietet mehr Kopffreiheit vorne und besseren Schutz hinten.
Praxistipp:
Es lohnt sich, das Aufstellen vorher ein paar Mal zu üben – besonders wenn du es als Zelt verwenden möchtest. Die asymmetrische Form verlangt ein bisschen Gewöhnung, bietet aber dann überraschend viel Raum für ein 310g-Leichtgewicht.
Regenponcho unterwegs – funktioniert das?
Ja, sehr gut sogar. Als Poncho bietet das Gatewood Cape ausreichenden Schutz auch bei starkem Regen und deckt gleichzeitig deinen Rucksack ab. Dank der großzügigen Länge bleibt auch deine Hose weitgehend trocken.
Vorteil gegenüber klassischen Ponchos: Du hast hier den doppelten Nutzen – der Poncho verwandelt sich abends in deine Unterkunft.
Schlafkomfort & Platzangebot
Der Innenraum ist groß genug für eine Person mit Matte und Schlafsack, bietet aber kaum Kopffreiheit zum Sitzen. Ich bin 1,84 m groß und möchte mich nicht lange im Zelt aufhalten. Wer längeren Regen aussitzen muss kann nicht bequem im Zelt sitzend ausharren. Bei starkem Wind und Regen schützt das Gatewood Cape gut, vorausgesetzt die Abspannung ist korrekt.
Tipp: Am besten macht man eine kleine Kuhle in den Boden um den Trekkingstock zu versenken. Mir ist es zwei mal passiert das ich Nachts an den Stock gekommen bin, und dieser mit mir im Zelt eingestürzt ist. Das war etwas nervig. Indem man den Stock etwas im Boden versenkt, kann dies nicht passieren.
Info: Mit dem separat erhältlichen Serenity NetTent kannst du das Cape in ein vollwertiges, insektenfreies 3-Jahreszeiten-Zelt verwandeln.
Vorteile des Gatewood Cape
✅ Ultraleicht – mit 310g eines der leichtesten Shelters auf dem Markt. Leichter gehts echt nicht.
✅ Multifunktional – Poncho und Zelt in einem
✅ Extrem kleines Packmaß – perfekt für lange Touren oder Fastpacking
✅ Wetterfest – guter Schutz gegen Wind und Regen
✅ Modular – kombinierbar mit NetTent oder Tyvek-Boden
Nachteile & Einschränkungen
❌ Ein wenig Übung notwendig beim Aufbau
❌ Kein idealer Komfort bei mehrtägigem Dauerregen
❌ Windanfälliger als geschlossene Zelte
Für wen ist das Gatewood Cape geeignet?
Das Gatewood Cape ist ideal für:
- Ultralight-Trekker
- Fernwanderer (z. B. PCT, CDT, GR221)
- Fastpacker
- Bikepacker mit Fokus auf Gewicht
- Minimalisten mit Erfahrung im Umgang mit Tarps
Nicht ideal ist es für:
- Komfortcamper, die viel Kopffreiheit und Schutz suchen
- Anfänger ohne Erfahrung im Tarpaufbau
- Touren mit hohem Insektenaufkommen (außer mit NetTent)
Lohnt sich das Gatewood Cape?
Absolut – wenn du weißt, worauf du dich einlässt. Das Gatewood Cape ist keine Luxusunterkunft, aber eine geniale Lösung für alle, die mit minimalem Gepäck unterwegs sein wollen. Seine Kombination aus Vielseitigkeit, Leichtigkeit und Packmaß macht es zu einem echten Geheimtipp in der Ultraleichtszene.
🔎 FAQ zum Gatewood Cape
1. Ist das Gatewood Cape wasserdicht?
→ Ja, mit korrekt abgespannten Nähten bietet es sehr guten Regenschutz.
2. Brauche ich ein Moskitonetz?
→ Nicht zwingend, aber empfehlenswert in warmen Gegenden. Das Serenity NetTent ist perfekt angepasst.
3. Ist das Gatewood Cape als dauerhaftes Zelt geeignet?
→ Für kurze bis mittellange Touren ja. Bei langen Touren oder Schlechtwetterperioden mit Einschränkungen.
4. Gibt es Alternativen?
→ Ja, z. B. Zpacks Poncho-Tarp oder das Yama Mountain Gear Tarp-Poncho. Das Gatewood ist aber eines der besten Allround-Modelle.
🔗 Interessante Links
Persoenliche Einordnung und Praxisnotizen
Bei Ausruestung wie Ultraleicht & Vielseitig: Erfahrungen mit dem Six Moon Designs Gatewood Cape' frage ich mich inzwischen zuerst, welches Problem sie wirklich loesen soll. Ein Produkt kann technisch spannend sein und trotzdem nicht zu meinem Alltag passen. Fuer mich zaehlt, ob es im Rucksack stoert, ob ich es mit kalten oder mueden Fingern bedienen kann und ob ich es nach der ersten Begeisterung weiterhin einpacke.
Bei 'Ultraleicht & Vielseitig: Erfahrungen mit dem Six Moon Designs Gatewood Cape' ' ist mir wichtig, dass der Artikel nicht nur eine Suchanfrage beantwortet, sondern eine echte Entscheidung leichter macht: Was nehme ich mit, worauf achte ich vor Ort, und was wuerde ich beim naechsten Mal anders machen?
Mein Testmassstab ist deshalb bewusst praktisch: Wie verhaelt sich das Teil nach mehreren Touren, nicht nur beim Auspacken? Gibt es Stellen, die nerven, klappern, druecken oder mehr Pflege brauchen als erwartet? Und wuerde ich es einem Freund empfehlen, der nicht sammeln, sondern wirklich rausgehen will? Diese Fragen sind oft ehrlicher als reine Herstellerdaten.
Fuer Kaufentscheidungen hilft mir eine kleine Einordnung: Wer selten draussen ist, braucht meist keine maximale Spezialloesung. Wer regelmaessig wandert, biwakiert, fotografiert oder mit Familie unterwegs ist, profitiert dagegen von verlaesslicher Bedienung und robusten Details. Beim Gewicht spare ich gern, aber nicht an Sicherheit, Wetterschutz oder Schlafkomfort. Dort raecht sich falscher Geiz schnell.
Was ich beim naechsten Kauf immer pruefen wuerde: Ersatzteile oder Verbrauchsmaterial, echte Packmasse, Bedienung im Regen, Reinigung nach der Tour und die Frage, ob das Produkt mehrere Einsatzbereiche abdeckt. Ausruestung darf Freude machen, aber sie sollte nicht mehr Aufmerksamkeit verlangen als die Tour selbst.
Wenn du tiefer einsteigen willst, passen dazu auch Wildcampen in Deutschland, Trekking-Camps in Rheinland-Pfalz und Ultraleichtwandern fuer Anfaenger.
Was ich konkret mitnehmen wuerde
Wenn ich den Artikel heute als Vorbereitung nutzen wuerde, wuerde ich mir drei Dinge notieren: erstens die eine Entscheidung, die vor der Tour fallen muss, zweitens den Punkt, an dem ich unterwegs flexibel bleiben will, und drittens die Erfahrung, die ich danach fuer die naechste Runde festhalte. Dieser kleine Nachlauf ist fuer mich wichtig, weil Outdoor-Wissen sonst schnell konsumiert und wieder vergessen wird. Nach einer Wanderung, einem Test oder einem Familienausflug schreibe ich mir lieber zwei ehrliche Saetze auf: Was hat funktioniert, was war ueberfluessig, was wuerde ich beim naechsten Mal vereinfachen? Genau daraus werden mit der Zeit bessere Entscheidungen.
Konkrete Vertiefung fuer die Praxis
Was ich bei Ultraleicht & Vielseitig: Erfahrungen mit dem Six Moon Designs Gatewood Cape' nachtragen wuerde: Ein Ausruestungsartikel ist fuer mich erst dann wirklich hilfreich, wenn er auch die unschoenen Seiten nennt. Mich interessiert nicht nur, was gut funktioniert, sondern auch, wann ein Teil nervt. Ist es zu laut, zu empfindlich, zu schwer zu reinigen, zu fummelig mit kalten Fingern oder im Alltag schlicht zu speziell? Diese Punkte entscheiden oft darueber, ob etwas dauerhaft im Rucksack bleibt.
Ich sortiere Ausruestung inzwischen in drei Gruppen. Erstens Dinge, die Sicherheit oder Wetterschutz bringen; dort spare ich ungern an der falschen Stelle. Zweitens Komfortteile, die eine Tour angenehmer machen, aber nicht zwingend sind. Drittens Spielzeug, das Spass macht, aber ehrlich als solches erkannt werden sollte. Diese Einteilung verhindert Fehlkaeufe besser als jede Bestenliste.
Fuer eine Kaufentscheidung wuerde ich mir notieren: Wie oft nutze ich das Teil realistisch, bei welchem Wetter, mit welchem restlichen Setup und was waere die einfachere Alternative? Wenn darauf klare Antworten kommen, lohnt sich ein Kauf eher. Wenn nicht, reicht oft Ausleihen, Reparieren oder Weglassen. Genau diese Ehrlichkeit macht Reviews fuer mich wertvoller als reine Begeisterung.
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